Hilfe für Krankenhaus in der ukrainischen Partnerstadt Czernowitz

Der ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar schickt zwei Krankentransportwagen mit Material in die Ukraine

(Mannheim, 21.07.2022) Zwei Krankentransportwagen des ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar sind am Donnerstag, dem 21.07.2022 von der Rettungswache in Mannheim-Käfertal aus in Richtung rumänisch/ukrainische Grenze gestartet. Dort werden die beiden Fahrzeuge von Vertretern der Mannheimer Partnerstadt Czernowitz in Empfang genommen. Die Krankentransportwagen sollen vor Ort das städtische Krankenhaus unterstützen. Der Vorstand des ASB Region Mannheim/Neckar hat gemeinsam mit dem Landesverband Baden-Württemberg e.V. sowie in Kooperation mit der Stadt Mannheim das Projekt auf den Weg gebracht. Peter Schmid, stellvertretender Landesvorsitzender des ASB Baden-Württemberg e.V. und Schatzmeister des ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar verabschiedete gemeinsam mit Geschäftsführer Joachim Schmid die ASB-Mitarbeitenden mit den beiden Fahrzeugen, sie wünschten dem vierköpfigen Team eine gute Fahrt. Die gespendeten Krankentransportwagen waren bis vor kurzem noch im regulären Einsatz. Die Spende hat einen Gesamtwert von etwa 25 000 Euro. Unterstützt wurde das Projekt durch ein Benefizturnier des TSV Neckarau sowie durch weitere Spenden. Das Fußball-Turnier der Kinder und Jugendlichen fand am 20. März statt, dabei kamen 3000 Euro zusammen. Eine weitere Spende kam von Swen Henning, dem Geschäftsführer des Heidelberger Unternehmens GREEN (German REENgineering).  Mit den Spenden wurde Material für Notfalleinsätze gekauft, wie zum Beispiel Verbandsmaterial, Beatmungsbeutel, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel.

Spannende Fahrt durch Deutschland, Österreich, Ungarn und Rumänien.

„Wir freuen uns auf diesen Einsatz“, sagt Herwin Hadameck, der das Team leiten wird, „es ist immer schön, bei einer humanitären Hilfeleistung dabei sein zu dürfen“. Das Team aus vier ehrenamtlichen Einsatzkräften hat sich schnell gefunden und freut sich, die Ukraine zu unterstützen. Die Tour führt die Ehrenamtlichen zunächst durch Österreich und Ungarn. In Budapest ist eine Übernachtung geplant. Von dort geht es dann am nächsten Tag zunächst zur rumänischen Stadt Suceava, dort wird das Team einen Mietwagen übernehmen. Endstation ist die rumänische Stadt Siret, die zwei Kilometer vor der Grenze zur Ukraine liegt. „Hier werden wir die Krankentransportwagen mit Inhalt übergeben“, sagt Hadameck und hofft, dass vor Ort alles reibungslos funktioniert. Die Krankentransportwagen kommen dann in die Mannheimer Partnerstadt Czernowitz. „Nach unseren Informationen steht die ukrainische Stadt nicht unter unmittelbarem Beschuss“, sagt Hadameck, „aber dort sind mittlerweile viele Menschen auf der Flucht eingetroffen“. Die Fahrzeuge sowie das Hilfsmaterial werden also dringend benötigt. „Wir sind bestens vorbereitet“, betont Hadameck, „aber eine solche Fahrt birgt natürlich immer auch Risiken und Überraschungen“. Schön findet er, dass die Fahrt gut unterstützt wird, so verzichten beispielsweise die österreichischen und die ungarischen Behörden auf Maut-Gebühren. Auf dem Rückweg wird das Team in der rumänischen Stadt Cluj den Mietwagen wieder abgeben und mit dem Flugzeug nach Frankfurt zurückkehren. Wenn alles nach Plan läuft, wird das Team am Samstagabend wieder zuhause sein. „Wir drücken natürlich ganz fest die Daumen, dass alles funktioniert und unsere Leute wohlbehalten zurückkommen“, sagt Joachim Schmid, Geschäftsführer des ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar. „Ich finde dieses ehrenamtliche Engagement großartig“, betont Vorstandsmitglied Peter Schmid, der maßgeblich das Projekt auch in Absprache mit der Stadt Mannheim vorangebracht hat. „Das zeigt deutlich, mit welcher Begeisterung unsere Ehrenamtlichen solche Projekte aktiv unterstützen“, so Peter Schmid. Es spreche für den ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar, dass alle an einem Strang ziehen und helfen, wo immer es nötig und möglich ist. Fek