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Hospiz

Sterben ist ein Teil des Lebens

asb althi bb201007 035

 

Jeder der geht

belehrt und ein wenig

über uns selber

kostbarster Unterricht

an den Sterbebetten.

Alle Spiegel so klar

wie ein See nach großem Regen,

ehe der dunstige Tag

die Bilder wieder verwischt

Hilde Domin

 

Was bedeutet Hospizarbeit?

Hospizarbeit bedeutet, schwerkranken und sterbenden Menschen, aber auch trauernden Angehörigen Beistand zu leisten. Sie sollen unabhängig von ihrer Abstammung, ihrer Sprache, ihrer Heimat und Herkunft, ihres Glaubens, ihrer religiösen und politischen Anschauungen bis zu ihrer letzten Lebensstunde - möglichst im Zusammenwirken mit Familie und sonstigen Bezugspersonen, Pflegekräften und medizinischer Betreuung unter fachlicher Anleitung Unterstützung und Trost erfahren.

Die Hospizbewegung möchte ganzheitlich auf die Bedürfnisse von schwerkranken und sterbenden Menschen eingehen. Das heißt auch, weder künstlich Leben zu verlängern, noch aktiv Sterbehilfe zu leisten, sondern Beistand zu gewähren in den letzten Monaten, Wochen, Tagen und Stunden.

Auf ihrem Weg sollen schwerkranke und sterbende Menschen nicht allein gelassen werden. Sie wollen oft nicht von der Außenwelt isoliert sein, weiterhin in einer sozialen Gemeinschaft leben, für sie noch wichtige Dinge selbst oder mit Hilfe erledigen und sich verabschieden können. Sie möchten möglichst schmerzfrei in ihrer vertrauten Umgebung leben.

 

Was leistet das Hospizwerk?

Die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizdienstes sind psychosoziale Begleiter für schwerkranke, sterbende Menschen und ihre Angehörigen. Sie unterstützen die Beteiligten zu Hause, im Pflegeheim, bei Klinikaufenthalten und auf der Palliativstation. Die Hospizbegleiter übernehmen jedoch keine Pflege und keine Sitzwachen

 

Unsere Hospizbegleiter können (ganz praktisch)

  • pflegenden Angehörigen etwas Freiraum ermöglichen,
  • gemeinsam Musik anhören, etwas lesen oder einen Film anschauen,
  • Natur erleben,
  • gemeinsam schweigen,
  • sterbenden Menschen helfen, letzte Anliegen zu erledigen (gemeint ist damit nicht etwa eine Reise nach New York, solche Ziele verlieren dann meist an Bedeutung),
  • helfen, erlebte Schuld zu bearbeiten, sich zu versöhnen und sich oftmals selbst zu vergeben,
  • helfen, Rückschau über das eigene Leben zu halten,
  • helfen, Sich mit dem gelebten Leben oder einer Person zu versöhnen,
  • Dinge besprechen, mit denen man Angehörige nicht belasten möchte (manches geht mit Fremden leichter).

wichtig ist hier:

was wünscht sich der Mensch und was kann er noch erleben, ertragen oder umsetzen.

 

Mitarbeiter des Hospizwerks

Unsere Mitarbeiter sind ehrenamtliche qualifizierte Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter (in anderen Diensten auch Sterbebegleiter oder Sterbehelfer genannt) und ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen. Bei Bedarf vermitteln wir auch in spezielle Trauergruppen.

Für Koordination und Einsatzleitung steht eine erfahrene Sozialarbeiterin und Trauerbegleiterin zur Verfügung.

 

In unserer Beratungsstelle erhalten Sie

  • Information und Beratung zur Unterstützung und Versorgung schwerkranker, sterbender Menschen und ihrer Familien (z.B. wie kann Pflege daheim gestaltet
    werden und welche Sozialleistungen für pflegende Angehörige gibt es?)
  • Information und Hilfe zur Vorsorge und Selbstbestimmung am Lebensende (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung)

 

Wir arbeiten mit allen beteiligten Diensten zum Wohl der betroffenen Patienten und Familien zusammen und vermitteln neben der ambulanten Hospizbegleitung Schmerztherapie, Pflege, Hilfsmittel und entlastende und unterstützende Dienste.

Im Rahmen der SAPV (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) kooperieren wir mit den Palliativnetzwerken PNRN und Pal.

Wir sind Mitglied beim

  • Runden Tisch Hospiz in Mannheim,
  • beim Arbeitskreis Hospiz Rhein-Neckar und,
  • in der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz.

 

Vorbereitungsseminar für künftige Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter

Neue Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter werden in 5 Wochenendseminaren und einem 40stündigen Praktikum auf ihre spätere ehrenamtliche Arbeit vorbereitet.

Während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit werden sie durch regelmäßige telefonische und persönliche Beratung, Supervision/Praxisberatung und Fortbildungsangebote unterstützt.

Um Informationen zum Vorbereitungsseminar zu erhalten, klicken Sie bitte hier.

 

Jahresprogramm

Unser Jahresprogramm ist für die Nutzer kostenlos, Sie sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen.

Um das Jahresprogramm anzuschauen, klicken sie bitte hier.

 

Was Sie tun müssen, damit wir Sie unterstützen können:

  • setzen Sie sich mit uns in Verbindung, das ist der erste und wichtigste Schritt, den Sie gehen müssen. Nur so können wir in einem ersten Gespräch klären, was wir für Sie tun können.
  • Im Anschluss kann ein Termin mit der Einsatzleiterin für einen informativen Hausbesuch vereinbart werden. Dabei können Ihre Wünsche und Erwartungen und unsere Einsatzmöglichkeiten zur Hilfeleistung besprochen werden.
  • Danach wählt die Einsatzleiterin eine für Ihre Bedürfnisse möglichst passende Hospizbegleitung aus, vereinbart Ort und Zeitpunkt der Begleitung mit Ihnen
  • Form und Intensität der Begleitung richten sich dann nach Ihren Wünschen und den Möglichkeiten der Begleitung.
Jubiläum beim ASB Drucken E-Mail
Veröffentlicht am Freitag, 15. September 2017 11:12

20 Jahre Hospizdienst RGBAmbulanter Hospizdienst feiert 20 Jahre ehrenamtliches Engagement

Der ambulante Hospizdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Mannheim/Rhein-Neckar feierte am 13. September sein 20jähriges Bestehen.

1997 als einer der ersten ASB-Hospizdienste deutschlandweit gegründet, entwickelte sich der ambulante Hospizdienst zu einer festen Institution im Rhein-Neckar-Raum.

In einer Feierstunde mit den Helferinnen und Helfern, Wegbegleitern und Koordinatoren aus der Vergangenheit sowie Freunden und Förderern des Hospizdienstes wurde das große Engagement der vergangenen zwei Jahrzehnte im Theaterhaus G7 (TiG7) gewürdigt.

„Wenn ein Mensch dem Sterben nah ist, sind die Angehörigen oft auf sich alleine gestellt und häufig mit der Situation überfordert.“ erläuterte Peter Piesche, Vorstandsvorsitzender des ASB Mannheim/Rhein-Neckar, den rund 100 anwesenden Gästen zu Beginn der Veranstaltung. „Und genau aus diesem Grund bietet unser ambulanter Hospizdienst seit nunmehr zwanzig Jahren seine Hilfe und Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten an.“

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Hospizdienst sucht neue MitarbeiterInnen Drucken E-Mail
Veröffentlicht am Montag, 10. September 2012 02:00

Orientierungsseminar vom 28. - 29. September 2012

Den Tod als einen Teil des Lebens akzeptieren und das Leben bis zuletzt leben ist Motto der Hospizbewegung.

Für die ehrenamtliche Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen ebenso wie zur Unterstützung ihrer Angehörigen und Bezugspersonen sucht der ambulante Hospizdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes Rhein-Neckar Menschen, die bereit sind, ihre Zeit und Persönlichkeit in den Dienst dieser ehrenamtlichen Aufgabe zu stellen. Die Begleitungen finden in der Wohnung der Begleiteten, im Pflegeheim oder auf der Palliativstation statt.

Hospiz-Team 350Da ein solches Engagement gut überlegt und unterstützt sein will, werden die ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen gut auf ihre Aufgabe vorbereitet. Dies geschieht in einem ersten Schritt im Orientierungsseminar, das in der Zeit vom 28. – 29. September 2012 stattfinden wird. Dieses Orientierungsseminar ist Voraussetzung für die Teilnahme am eigentlichen Vorbereitungsseminar, das voraussichtlich ab Februar 2013 stattfinden wird.

Die Kosten für das Orientierungsseminar belaufen sich auf 50,00 €. Die spätere Vorbereitung zur Hospizbegleiterin bzw. zum Hospizbegleiter ist kostenlos, wenn die Teilnehmer danach für einen Zeitraum  von ca. 2 Jahren ehrenamtliche Begleitungen übernehmen können.

Hospizbegleitung kann auch für die „Herren der Schöpfung“ eine erfüllende Aufgabe sein.

Weitere Informationen lesen Sie hier oder Sie sprechen mit uns .

Erfolgreicher Abschluss: ASB-Hospiz-Fortbildung für Pflegekräfte Drucken E-Mail
Veröffentlicht am Montag, 14. Mai 2012 18:03

Nicht allein gelassen sein – Hospizarbeit im Pflegeheim

Hospiz Foto

Zwanzig Pflege- und Betreuungskräfte aus acht stationären und einer ambulanten Pflegeeinrichtungen konnten am Dienstag in der Seniorenresidenz Niederfeld den erfolgreichen Abschluss einer Fortbildung zum Thema Hospizarbeit im Pflegeheim feiern.
Der ambulante Hospizdienst des Arbeiter-Samariter-Bund Mannheim/Rhein-Neckar als Veranstalter dieser Fortbildung möchte damit den Hospizgedanken neben dem Einsatz seiner ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Begleiter, die schwer kranke und sterbende Menschen unterstützen, vermehrt in die Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen tragen.

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